Doppelter Einsatz: Erst Ansbach, dann Ingolstadt

Erst um Punkte, dann im Pokal: Für den FC Memmingen steht bereits die erste „englische“ Woche an. Nach dem Auftaktsieg in Landsberg (1:0) ist am Samstag (14 Uhr) Regionalliga-Heimpremiere in dieser Saison gegen die SpVgg Ansbach. Nächsten Dienstag (18.30 Uhr) kommt in der 2. Hauptrunde im BFV-Toto-Pokal der Drittligist FC Ingolstadt 04 an den e-con ArenaPark im Memminger Stadion.

Die Lage: Wenn es mit einem Heimsieg gegen Ansbach klappt, wäre es der perfekte Start mit sechs Punkten vor den anstehenden nächsten schweren Punktspiel-Aufgaben in Bayreuth und 1860 München.

Der Gegner: Ob der FC Memmingen als „Angstgegner“ der SpVgg Ansbach gilt, wissen wir nicht. Aber in den vergangenen Jahren gab es für die Mittelfranken gegen den FCM nicht viel zu holen. In der vergangenen Saison siegte Memmingen in Ansbach mit 3:1. In turbulenten Schlussminuten machten die Memminger im Hinspiel noch einen 0:2 Rückstand wett und holten mit dem 2:2 noch einen Punkt. Der letzte Sieg gelang der SpVgg zu gemeinsamen Bayernliga-Zeiten im Jahr 2008. Trainer Niklas Reutelhuber ist mit 27 Jahren der jüngste Coach der Regionalliga. Er ist dort bereits in der fünften Saison in der Verantwortung, anfangs als Co-Trainer. Die vergangene Spielzeit schloss sein Team auf Rang neun ab. Heuer ging der Auftakt mit einer 0:4 Heimniederlage gegen Wacker Burghausen daneben.

Die Neuzugänge der SpVgg Ansbach: Tarkan Ücüncü (vereinslos), Nils Leidenberger (VfR Heilbronn), Lucas Beetz (1. FC Nürnberg), Tyron Koomson (Makkabi Berlin), Janis Gsell (FSV Hollenbach).

Das FCM-Personal: Gut möglich, dass Trainer Matthias Günes seine Erfolgself vom Auftaktsieg in Landsberg umstellt. Der Grund: Der Kader ist groß und die Spieler machen mit ihren Trainingsleistungen Druck. So fanden sich beispielsweise Jakob Gräser, Philipp Kirsamer, Michael Bergmann und Jonas Koller zunächst nur auf der Bank wieder. Alle vier sind aber auch immer Kandidaten für einen Startelf-Einsatz. “Eigentlich ist die Auswahl für einen Trainer eine Traumsituation“, sagt Günes, der allerdings auch mit Neuzugang Jordan Spitzlberger und Mike Gerhardt bereits zwei Langzeit-Verletzte im großen Kader beklagt. Beide drohen mit ihren Knieverletzungen die gesamte Hinrunde auszufallen. Pascal Maier trainiert wieder individuell, kurzfristig ist aber auch mit dem Flügelflitzer noch nicht wieder zu rechnen.

Rund ums Spiel: Zum Start der Sommerferien gewährt der FCM gegen Ansbach allen Schülerinnen und Schülern bis 19 Jahre freien Eintritt. Die Freikarte kann bequem über die Homepage www.fc-memmingen.de heruntergeladen und dann ausgedruckt oder auf dem Handy am Einlass vorgezeigt werden. Der VIP-Bereich im e-con ArenaPark schließt 30 Minuten nach Abpfiff. Direkt nach dem Spiel haben alle Besucher Zutritt ins neueröffnete „La’Mar“ und damit neben dem FCM-ClubHaus eine weitere Einkehrmöglichkeit.

Das Pokalspiel: Der FCM hätte gerne die Anstoßzeit nächsten Dienstag etwas nach hinten verlegt, Gegner FC Ingolstadt hat aber abgelehnt und beharrt auf dem frühen Anpfiff um 18.30 Uhr. Im Pokal gelten keine Dauerkarten, keine VIP-Saisontickets und keine Freikarten. Auch Mitgliederermäßigen können aufgrund der Statuten und Einnahmeteilung der Vereine nicht gewährt werden. Ein Vorverkauf (auch online) soll noch gestartet werden. Sitz- und Stehplatz-Karten sind auf jeden Fall aber ausreichend an der Tageskasse erhältlich. Der VIP-Bereich bleibt aus organisatorischen Gründen durch die kurzfristige Spielansetzung geschlossen.

Löwen-Fieber: Für das Top-Spiel am 4. Regionalliga-Spieltag am Freitag, 14. August (19 Uhr), gegen den TSV 1860 München sind mittlerweile über 3.500 Karten abgesetzt worden, so dass der FCM mit einem ausverkauften Haus rechnet und den Allgäuer Fußballfans empfiehlt, sich die Karten noch umgehend im Vorfeld zu sichern. Stehplätze im Heimblock sind noch erhältlich. Bereits ausverkauft sind Tribünen-Sitzplätze, VIP-Tickets und der Gästeblock.

Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen gegen Ansbach (Rückennummer in Klammer):

Tor: Dominik Dewein (22) – Abwehr: Maximilian Dolinski (13), Max Zeller (2), Timo Schmidt (4), Kim Paschek (18) – Mittelfeld: Uros Micic (11), Lukas Rietzler (29), Fabian Lutz (8), Luan Fusaro (16) – Angriff: Constantin Kresin (23), Luis Pfaumann (10).

Bank: Jakob Gräser (3), Rufus Roth (6), Philipp Kirsamer (9), David Remiger (14), Michael Bergmann (15), Luka Petrovic (17), Dominik Martin (19), Jonas Koller (20), Felix Unger (1/Tor).

Verletzt: Mike Gerhardt, Pascal Maier, Jordan Spitzlberger.

Schiedsrichter: Marcel Krauß (FC Fladungen), Athletik-Trainer: Rafael Lopez; Assistenten: Johannes Lorenz (DJK Altenberg), Valentin Striebich (FC Thuisbrunn).

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