Zweites Regionalliga-Heimspiel des FC Memmingen innerhalb von nur vier Tagen. Am Dienstagabend (19 Uhr) geht es für den Tabellenzweiten in der Arena gegen eigentlich höher eingeschätzten SV Wacker Burghausen.
Die Lage: Der FCM hat die Chance, seine ohnehin starke Startserie noch weiter auszubauen. Nach acht Spielen steht bislang nur eine Niederlage zu Buche. Seit 313 Spielminuten ist das Team ohne Gegentor. Weil Buchbach spielfrei ist, kann die Mannschaft von Trainer Matthias Günes mit einem Heimsieg mit dem Spitzenreiter gleichziehen.
Der Gegner: Beim SV Wacker Burghausen dürfte der Wind schon etwas rauer wehen. Die Fans machten ihrem Unmut über die aktuelle Situation schon mit Transparenten und einem offenen Brief Luft. Wenn auch aktuell der Drittliga-Aufstieg kein Thema ist, sind die Erwartungen im Umfeld immer hoch und die Ambitionen sicher höher als das bisherige Abschneiden. Zumindest bis 2030 wurde die Rückkehr in die 3. Liga als Ziel ausgegeben. Anteile an der Fußball-GmbH wurden an einen Investor verkauft, um die wirtschaftliche Basis zu stärken. Mit einem 4:2 Auswärtssieg in Bayreuth zeigte das Formbarometer zuletzt nach oben, mit 1.2 gegen Landsberg folgte aber schon wieder ein Dämpfer. Zuvor wurde beim 4:5 zuhause gegen die DJK Vilzing ein wildes Torspektakel geliefert. Im Pokal war mit 0:4 gegen den FC Ingolstadt Schluss, gegen zuvor auch der FCM schon aus dem Wettbewerb ausgeschieden war.
Nachfolger auf dem Trainerposten von Lars Bender (zur U17 des FC Bayern München) war im Sommer Ex-FCA-Profi Matthias Ostrzolek, der aber nicht mehr wie bei Schwaben Augsburg als Spielertrainer auf dem Platz steht, sondern sich jetzt ganz auf seine Aufgabe von außen konzentriert. Mit Lukas Lechner vom 1. FC Köln II gab es zum Transferschluss noch einen Last-Minute-Neuzugang. Ein Wiedersehen gibt es mit dem ehemaligen Memminger Noah Müller, der über den FC Augsburg II mittlerweile in seine zweite Saison in Burghausen geht.
Das FCM-Personal: Mit Constantin Kresin musste zuletzt eine Offensivkraft wegen muskulärer Probleme passen. Für ihn lief Michael Bergmann von Beginn auf – einer von gleich acht Spielern aus der eigenen Nachwuchsarbeit, wie Günes anmerkte. Eine ähnliche Quote dürfte kaum einer der anderen Vereine haben, mal abgesehen von den Profi-Clubs mit ihren Bundesliga-Nachwuchsleistungszentren. Nach seiner Zwei-Spiele-Sperre durch die Rote Karte in der U21 steht David Remiger auch wieder zur Verfügung.
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Fotos (C) Siegfried Rebhan, Olaf Schulze