In Ansbach heißt es für den FCM “verlieren verboten”

Ansbach war für den FC Memmingen im vergangenen Sommer ein gutes Pflaster. Mit einem Sieg in der Relegation wurde dort der sofortige Wiederaufstieg in die Regionalliga Bayern geschafft, was der gastgebenden Spielvereinigung am Ende auch noch gelang, weil Unterhaching in die 3. Liga aufstieg. Nun wird Ansbach für die Memminger am kommenden Samstag (14 Uhr) wohl wieder zu so etwas wie einem „Schicksalsort“. Nur wenn gepunktet wird, kann die Hoffnung noch die Relegation zu erreichen, beim neuen Schlusslicht gewahrt werden. So heißt es „verlieren verboten“.

Die Lage: Beim 0:1 gegen den Dritten TSV Aubstadt sahen die FCM-Fans zuletzt – nach langer Zeit – wieder ein ansprechendes Heimspiel. An der Ausbeute hat sich nichts geändert, am Tabellenstand schon. Nachdem Buchbach gewonnen hat, übernahm Memmingen die „Rote Laterne“. 13 Spiele in Folge – bei zwei Unentschieden – gab es keinen Sieg mehr.

Der Gegner: Mit dem 25-jährigen Niklas Reutelhuber stellt die SpVgg Ansbach den jüngsten Trainer in der Regionalliga. Während der Runde hat er den Job von Christoph Hasselmeier übernommen, der auf die Position des Sportlichen Leiters gerückt ist. Mit vier Niederlagen in Serie beim Re-Start nach der Winterpause wurde es zwar etwas unruhiger, aber die Antwort wurde über Ostern auf dem Platz gegeben. Zunächst gelang ein 2:1 Husarenstreich beim Tabellenzweiten DJK Vilzing, dem ein hoher 5:0 Heimsieg gegen Türkgücü München folgte. Ansbach hat sich damit erst einmal vor die Gefahrenzone geschoben, muss aber bis Saisonende ohne Stammtorhüter Sebastian Heid (Fingerbruch) auskommen. Wie die beiden letzten Ergebnisse gezeigt haben, ist aber auch auf Ersatzmann Heiko Schiefer Verlass.

Bisherige Vergleiche: Im Hinspiel siegte der FCM durch Treffer von Janis Peter und Dominik Stroh-Engel mit 2:1. In der Aufstiegsrelegation gab es nach einem 1:1 in Memmingen ein 3.1 bei den Mittelfranken.

Das FCM-Personal: Sascha Hingerl kann nach seiner Gelb-Sperre wieder im Mittelfeld auflaufen. Dafür muss aus gleichem Grund Fabian Lutz in der Abwehr einmal aussetzen. Nach seiner erneuten Roten Karte gegen den TSV Aubstadt wurde Dominik Kurija vom Sportgericht für drei Spiele gesperrt und steht damit in Ansbach, gegen Aschaffenburg und in Buchbach nicht zur Verfügung. Der Verbandsanwalt legte das Foulspiel als Tätlichkeit aus, weil der Ball bereits einige Meter entfernt war. Aufgrund der Intensität und weil der Tritt mit dem Spann erfolgte, wurde es als leichteres Vergehen eingestuft. Die Mindeststrafe dafür sind drei Spiele Sperre, die der FC Memmingen ohne Einspruch akzeptiert hat. Auf der Ausfallliste stehen weiterhin Jakob Gräser, David Remiger und Keeper Dominik Dewein, sowie neu Bojan Tanev, der sich beim U21-Einsatz in Erkheim eine Knieverletzung zugezogen hat.

Fan-Bus: Unter dem Motto „Jetzt erst recht – wir halten zusammen“ startet der FC Memmingen eine Fan-Fahrt nach Ansbach. Der Fahrpreis beträgt nur 20 Euro. Darin enthalten sind Freigetränke im Bus und ein Weißwurst-Frühstück vor der Abfahrt am Kiosk des e-con ArenaPark. Hier geht es um 10 Uhr los, Busabfahrt ist um 10.45 Uhr am Stadion. Der Eintritt in Ansbach ist frei, da hier ein Sponsor der Spielvereinigung für alle Zuschauer die Kosten übernimmt. Bus-Anmeldungen sind bis Freitag möglich, entweder telefonisch oder per WhatsApp unter (0 151) 68 12 37 17.

Nächste Heimspiele: Die drei noch ausstehenden Auftritte zuhause gegen Viktoria Aschaffenburg (12. April), die SpVgg Greuther Fürth II (26. April) und Wacker Burghausen (10. Mai) werden an Freitagabenden unter Flutlicht ausgetragen. Karten sind für alle drei Begegnungen bereits im Vorverkauf und im TICKETSHOP erhältlich.

Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen:

Tor: Tobias Werdich – Abwehr: Timo Schmidt, Manuel Konrad, David Bauer, Maximilian Dolinski – Mittelfeld: Matthias Moser, Lukas Rietzler, Sascha Hingerl – Angriff: Maximilian Berwein, Pascal Maier.

Bank: Lukas Bettrich, David Günes, Dominik Stroh-Engel, Simon Ammann, Luis Sailer Fidalgo, Micha Bareis, Noah Müller, Niklas Schröder (Tor).

Schiedsrichter: Christopher Schwarzmann (TSV Scheßlitz/Oberfranken) Assistenten: Christian Stapf (ASV Naisa), Alexander Distler (SV Merkendorf).

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Foto (C) Olaf Schulze

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