Mehr Spitzenspiel geht nicht: Der TSV Buchbach kommt

Für den FC Memmingen geht der Reigen der Gipfeltreffen in der Regionalliga Bayern weiter. Nach den Spitzenspielen gegen die DJK Vilzing (0:0) und beim FV Illertissen (2:0) kommt nun der Tabellenführer TSV Buchbach am Freitag in die Memminger Arena zum Zweitplatzierten. Mehr Spitzenspiel geht nicht! Anpfiff ist um 19 Uhr unter Flutlicht.

Wie auch der FC Memmingen ist der Gegner nach zehn Spieltagen nicht unbedingt in der Führungsposition erwartet worden. Oberdrein wurde das Pokal-Achtelfinale mit 3:1 beim TSV 1860 München gewonnen, ein ganz besonderer Husarenstreich. Wenngleich unter der Woche im Viertelfinale nun zuhause nach Elfmeterschießen das Pokal-Aus gegen den FC Schweinfurt kam und die tolle Erfolgsserie einen Riss bekam. Dennoch ist das bisherige Abschneiden des Dorfvereins mehr als respektabel, zumal vor drei Jahren noch um ein Haar der Abstieg verhindert wurde, im Folgejahr aber die Vize-Meisterschaft geholt wurde.  „Momentan passt einfach alles. Wohin die Reise geht, wird man erst in ein paar Wochen sehen. Aber der aktuelle Erfolg kommt nicht von ungefähr“, sagte Abteilungsleiter Georg Hanslmaier. Die Faktoren für den aktuellen Höhenflug sind vielfältig: In ersten Linie wird Trainer Sven Zurawka genannt, der akribisch arbeitet und hohe Ansprüche an die Mannschaft stellt. Es ist gelungen die Lücken der Abgänge wie Sammy Ammari, Kevin Hingerl und Benedikt Orth zu schließen. Auch die Bank ist stark besetzt – Parallelen auch hier zum FC Memmingen. Buchbach verfügt mit Kapitän Samed Bahar (6 Tore, 2 Vorlagen) und Tobias Stoßberger (5 Tore, 3 Vorlagen) zudem über den stärksten Angriff der Liga.

Die Mannschaft von FCM-Trainer Matthias Günes ist nun schon seit fünf Partien, respektive 493 Minuten, ohne Gegentor und will auch im siebten Spiel in Folge ungeschlagen bleiben. Eine Serie darf dennoch gerne reißen: Bei den letzten drei Auftritten vor heimischem Publikum gelang kein Heimtor. „Ich kann mich nicht erinnern, jemals drei Heimspiele hintereinander 0:0 gespielt zu haben“, sagt Günes und würde es natürlich nicht nur den Fans gönnen, auch wieder zuhause Tore bejubeln zu dürfen.

Dominik Martin, der mit seinem Führungstreffer den Bann beim Derbysieg in Illertissen brach, sieht es ähnlich, weiß aber auch: „Wenn wir auch mal kein Tor schießen, verlieren wir aber auch nicht. Das spricht für sich, was wir für eine Mannschaft sind. Das ist echt überragend auch von außen zu sehen.“ Trotz seines Premierentreffers nach seiner Einwechslung in Illertissen bleibt der 23-jährige bescheiden: „Ich komme ja aus der Landesliga. Die zwei Jungs da vorne und die anderen machen es echt super. Ich muss noch dazulernen, über das Training in die Intensität reinkommen und versuche immer mehr Spielzeit bekommen. Deswegen ‚erst mal langsam‘.“

Die „Jungs da vorne“ waren zuletzt Philipp Kirsamer und Luis Pfaumann. Martin, im Sommer vom SV Reinstetten gekommen, reiht sich im Ranking momentan als Stürmer Nummer drei ein: „Die zwei machen die ersten 60 Minuten, machen die platt, dass ich reinkommen kann. Ich denke, es kann auf lange Sicht schon was werden, ab so ist es auch gut“. Ein weiteres Joker-Tor auch gegen Buchbach würde er natürlich mitnehmen. Für das Spitzenspiel hat er ein gutes Gefühl: „Hinten stehen wir zu Null und vorne werden die Dinger auf jeden Fall reinfallen. Da bin ich mir sicher.“

Information: Das Heimspiel gegen den TSV Buchbach wird am Freitagabend ausgetragen, weil tags darauf im e-con ArenaPark die Bravo-Hits-Mega-Party mit Kultmoderator Mola Adebisi steigt. Dieses Event war schon lange vor der Spielplanfestlegung gebucht und stand auch schon vor der Terminierung des Eishockey-Spiels des EDCD Memmingen am Freitag gegen Freiburg fest, so dass es zu einer Überschneidung von zwei sportlichen Top-Ereignissen kommt.

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