Welche Serie geht zwischen Ansbach und Memmingen zu Ende?

Der restliche April sorgt für eine hohe Schlagzahl in der Regionalliga-Bayern. Der FC Memmingen (13. Platz / 32 Punkte) tritt am Dienstagabend (19 Uhr) bei der bereits gesicherten SpVgg Ansbach (10. / 40 Punkte) an. Zwar sind es noch sieben Zähler Vorsprung vor Abstiegszone, doch die lange Unbeschwertheit kehrt sich doch langsam in einen gewissen Druck. „Sechs Spiele nicht gewonnen, das kennen wir so nicht. Das ganze mit vier Niederlagen“, ist es auch für FCM-Trainer Matthias Günes, der im Winter 2024 übernommen hatte, eine neue Lage. Ausflüchte sucht der Coach nicht, auch wenn es in den vergangenen Wochen immer wieder markante Ausfälle gab und erinnert auch an die Ausgangslage im vergangenen Sommer: „Wir hatten mit einer ähnlichen Personalsituation auch schon gute Phasen. Wir stehen immer noch da, wo wir stehen wollen. Die Situation, die wir jetzt haben, hätte vor der Saison jeder genommen“.

Nach seiner fünften Gelben Karte beim 1:5 gegen Aufstiegskandidat Würzburger Kickers wird in Ansbach Abwehrchef David Bauer fehlen. Pascal Maier ist nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder zurück. Ein Hoffnungsträger ist natürlich Lukas Rietzler. In den letzten drei Begegnungen steigerten sich nach seiner neuerlichen Verletzung die Einsatzzeiten Stück um Stück. Ein voll belastbarer Kapitän als Leader wäre für den Schussspurt in den letzten sechs Saisonspielen wichtig. Trotz der Abfuhr konnte Rietzler mit seiner Einwechslung gegen Würzburg Akzepte setzen, die gegen Gegner mit gleicher Kragenweite wie Memmingen entscheidende Faktoren sein können. Gleich nach Ansbach geht es am Freitag zuhause gegen den SV Wacker Burghausen und am Dienstag darauf gegen den TSV Schwaben Augsburg. Mit der Rückkehr in die Erfolgsspur könnte der Klassenerhalt schon ein Stück weit festgemacht werden und eine Zitterpartie in den letzten Begegnungen vermieden werden.

Doch zunächst steht die Hürde in Mittelfranken an. Der dortige Trainer Niklas Reutelhuber Reutelhuber wird in der örtlichen Presse zitiert, gegen die Fahrstuhlmannschaft aus Memmingen „noch eine Rechnung offen zu haben“. Gemeint ist vor allem das 2:2 Unentschieden im Hinspiel, in dem Ansbach schon wie der sichere Sieger aussah, der FCM in einer emotionalen Schlussphase die Begegnung noch umbog. In der Regionalliga sind die Ansbacher zudem gegen die Allgäuer noch sieglos. „Über dieses Spiel ärgere ich mich heute noch. Es wird echt Zeit, dass wir die mal schlagen”, so Reutelhuber, mit 27 Jahren der jüngste Trainer in der Regionalliga Bayern. Noch mehr als Ausgang und Ergebnis des Hinspiels sorgte ein Rassismus-Vorfall für Schlagzeilen. Ein Ansbacher Spieler war von einem Memminger Zuschauer mit Affenlauten beleidigt worden – der Täter konnte nicht ermittelt werden.

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Fotos (C) Hannah Brenner, Siegfried Rebhan, Olaf Schulze

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