Zieht Memmingen Magaths Aschaffenburg erneut den Zahn?

Das prominenteste Gesicht am Samstagnachmittag in der Memminger Arena könnte Felix Magath sein. Beim Benefizspiel im vergangenen Herbst war erwartet worden, aber dann doch nicht gekommen. Jetzt hat Magath erneut einen guten Grund ins Allgäu zu reisen, denn um 14 Uhr gastiert die Viktoria Aschaffenburg (17. Platz / 13 Punkte) im Regionalliga-Spiel beim FC Memmingen (11. / 26 Punkte). In seiner Geburtsstadt zieht der ehemalige Nationalspieler und mehrfache Meistertrainer seit vergangenem August als Sportvorstand die Strippen und will verhindern, dass die Viktoria in die Bayernliga abstürzt. Stand Freitag, war Magaths Plan am Samstag nach Memmingen zu kommen.

Seine harten Trainingseinheiten brachten ihm seinerzeit den Spitznamen „Quälix“ ein, aber auch hinter den Kulissen ist er für klare Ansagen bekannt. Als neuen Cheftrainer installierte er im Winter Ex-Profi Felix Luz, den er noch aus seiner Zeit beim VfB Stuttgart kennt. Auch im Spielerkader wurde trotz klammer Vereinskasse einiges umgekrempelt, was aber noch nicht den gewünschten Erfolg brachte: Das Kellerduell gegen den TSV Schwaben Augsburg ging vor Wochenfrist mit 1:2 verloren. So ist der Druck beim Gastspiel in Memmingen groß, weil hier eigentlich nur ein Sieg für die Unterfranken zählt.

„Aschaffenburg hat gute Einzelspieler und ist bei Standards gefährlich“, hat sich FCM-Trainer Matthias Günes den gegenüber dem Hinspiel etwas veränderten Gegner per Videoanalyse unter die Lupe genommen, „dieses Spiel hätten sie nicht verlieren müssen“. Im vergangenen August hatten die Memminger die richtigen Mittel gefunden und mit 3:0 im Stadion am Schönbusch gewonnen. Wenn auch dieses Mal ein Sieg gelingt, wäre es ein weiterer großer Schritt zum Klassenerhalt.

Gegenüber dem 2:2 Unentschieden bei Re-Start in Illertissen muss Günes einiges umkrempeln. Die Verletzung von Kapitän Lukas Rietzler im muskulären Bereich ist zwar nicht so schwerwiegend, am Samstag geht beim Kapitän nichts. Bei Torhüter Dominik Dewein gab es Entwarnung. Rotsünder Maximilian Dolinski muss noch einmal aussetzen. Kevin Haug und Kim Paschek kränkeln aber. Deshalb spricht einiges weitgehend für die Besetzung, wie in der zweiten Halbzeit in Illertissen, als der junge Timo Schmidt aus der Abwehr auf Rietzlers zentrale Position rückte sowie die hereingekommen Pascal Maier und Philipp Kirsamer für offensiven Schwung sorgten. Angesichts von drei Spielen innerhalb von sechs Tagen gilt es ansonsten auch die Kräfte zu verteilen. Nächsten Dienstag steht bereits das Nachhol-Heimspiel gegen den TSV Aubstadt an und nächsten Freitag geht es zum FC Bayern München II.

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Archivfotos (C) Hannah Brenner

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