Regionalliga: Türkgücü München – FC Memmingen 0:1

Der FC Memmingen hat zunächst die eigene Aufgabe erfüllt und das letzte Regionalliga-Punktspiel bei Türkgücü München mit 1:0 (1:0) gewonnen. Für eine Nacht ist damit die Mannschaft von Trainer Matthias Günes auf den 16. Tabellenplatz gesprungen. Damit ginge es in die bereits am Dienstag beginnende Relegation, wenn ja wenn die Konkurrenz mitspielt. Denn der FCM musste bereits am Freitag ran, weil am Samstag das Grünwalder Stadion durch 1860 München belegt ist. Buchbach (gegen Aubstadt) und Bamberg (gegen FC Bayern München II) kennen jedenfalls das Memminger Resultat und können „auf Ergebnis“ spielen. Aus FCM-Sicht darf Buchbach nicht gewinnen und Bamberg muss verlieren, weil das Torverhältnis um einen Treffer für die Eintracht spricht. „Eine völlig ungewohnte Situation. Wir hängen bis Samstag erst einmal zwischen den Stühlen und müssen warten“, so FCM-Trainer Matthias Günes.

Die eigene Minimalchance wurde zunächst gewahrt, weil David Bauer in München schon früh per Kopfball nach einer Ecke von Maxi Berwein traf. Eine Zeigerumdrehung später hätte Fabian Lutz eigentlich schon auf 2:0 stellen müssen. Aber so wurde es eine äußerst zähe Angelegenheit vor 260 Zuschauern, ein guter Teil FCM-Fans. Der FC Memmingen hatte die Partie weitgehend im Griff. Türkgücü konnte die erste und einzige ernsthafte Chance in der ersten Halbzeit durch Kang nach einer guten Viertelstunde nicht nutzen.

Vor der Pause war es Noah Müller mit der nächsten Möglichkeit, Lutz gleich nach dem Wechsel und dann wieder Müller – aber die Abschlussschwäche war unverkennbar. Einer der auffälligen Akteure auf dem Platz war der TG-Innenverteidiger und Ex-Memminger Ikenna Ezeala, der reichlich zu tun hatte. In der 62. Minute hätte er einen Abwehrversuch nach einer Berwein-Flanke beinahe ins eigene Netz gelenkt – ein Lattenaufsetzer. Der Chancenwucher hätte sich noch rächen können, aber Torhüter Dominik Dewein entschärfte Münchner Versuche, sein Gegenüber Stefan Musa hatte zum einen das Glück, dass die Abschlüsse genau in seinen Armen landeten und Schiedsrichter Andras Dinger Gnade vor Recht ergingen ließ, als er eine Notbremse gegen Pascal Maier nur mit Gelb ahndete (75.). Letzter Mann und klare Torchance verhindert, bedeutet eigentlich Rot. So wurde die Schlussphase noch dramatisch. Maier, Moser, Lutz, Rietzler hätten für Nervenberuhigung sorgen können. Der Schlusspfiff tat es dann. Nun heißt es, abwarten …

Trainerstimmen:

Alper Kayabunar (Türkgücü München): “Am Ende war es ein enttäuschendes Ergebnis. Wir bekommen sehr früh durch einen Standard den Gegentreffer. In der zweiten Halbzeit haben wir vieles versucht, aber nichts Zählbares herausgespielt.”

Matthias Günes (FC Memmingen): “Es ist eine komische Situation. Wir wissen noch nicht, ob dieses Ergebnis reicht. Wir sind schnell mit einer Führung ins Spiel gekommen und haben die erste Halbzeit bestimmt. In der zweiten Hälfte haben wir das Ganze noch mehr angenommen. Das Manko war, dass wir die Möglichkeiten, die wir hatten, nicht nutzen konnten. Ein zweiter Treffer hätte uns sehr gutgetan.”

Türkgücü München: Musa – Mourou, Ezeala, Arslan, Auburger – Katana (69. Montago), Haas (78. Amdouni), Kang (58. Imsak) – Sahin (78. Yilmaz), Aygün, Demir (69. Nsingi).

FC Memmingen: Dewein – Sailer Fidalgo, Bauer, Dolinski, Remiger – Rietzler – Berwein (69. Moser), Mulas (63. Konrad), Lutz (90. Kurija) – Maier (90. +3 Bareis), Müller (78. Stroh-Engel).

REPORTAGE BFV.TV

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Foto (C) Andreas Schales

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