
Der FC Memmingen schließt die Regionalliga-Saison am Samstag (14 Uhr) mit einem Auswärtsspiel beim abstiegsgefährdeten FC Augsburg II ab. Die selbst gesicherten Memminger können dabei am 34. Spieltag im Rosenaustadion das Zünglein an der Waage im Abstiegskampf spielen.
Die Lage: Oben sind alle Entscheidungen gefallen. Der 1. FC Nürnberg II steht als Meister fest. Weil die Nürnberger Profi-Reserve auf einen Aufstieg verzichtet, gehen die Würzburger Kickers in die Aufstiegsspiele gegen den Vertreter der Regionalliga Nordost (Lok Leipzig oder Carl-Zeiss Jena) zur 3. Liga. Im Tabellenkeller ist es dagegen noch heiß. Gesucht wird neben dem bereits feststehenden Absteiger SpVgg Hankofen-Hailing noch ein weiteres Team, das den Gang in die Bayernliga antreten muss. Entschieden werden muss auch noch, wer den direkten Klassenerhalt schafft und welche beiden Mannschaften in die Abstiegsrelegation gehen. Kandidaten sind Viktoria Aschaffenburg (26 Punkte), die SpVgg Greuther Fürth II (28), der TSV Schwaben Augsburg (34) und der FC Augsburg II (34). Sollten die Fürther Profis aus der zweiten Bundesliga absteigen, müsste deren Reserve die Regionalliga verlassen und würde neben Hankofen automatisch als Absteiger gesetzt.
Der Gegner: Der FC Augsburg II hat noch einmal alle Kräfte mobilisiert und greift seit der Winterpause verstärkt auch auf Reservisten wie Thomas Kastanaras und Mahmut Kücüksahin aus dem Profi-Kader zurück. Drei Siege hintereinander hat die U23-Truppe von Trainer Markus Feulner im Saisonendspurt eingefahren, zuletzt ein 1:0 in der Nachspielzeit im Kellerduell in Fürth. Bei einem Sieg gegen Memmingen wäre der 14. Tabellenplatz und damit der Klassenerhalt aufgrund des besseren Torverhältnisses gesichert, egal wie der punktgleiche Stadtrivale Schwaben Augsburg spielt.
Bisherige Vergleiche: Gut, dass es für den FCM zum Abschluss quasi um nichts mehr geht. Schon einige Mal es gab es das Schwaben-Derby am letzten Spieltag. Im Jahr 2022 besiegelte der FCA II mit einem 3:1 Sieg den Memminger Abstieg. 2016 gab es eine 2:7 Klatsche. Der letzte FCM-Sieg gegen den „Angstgegner“ gelang vor elf Jahren. Im Hinspiel gab es ein 1:1 Unentschieden.
Das FCM-Personal: Von den feststehenden Abgängen kann nur David Günes zum Abschied auflaufen. Marcello Barbera, David Mihajlovic und Luis Vetter sind verletzt, wie auch Maximilian Dolinski. Nach dem Spiel geht es auf Abschlussfahrt. Daheim läuft die Kaderplanung für die kommende Saison auf vollen Touren. Nach Luca Petrovic und Max Zeller wurde in dieser Woche mit Luis Pfaumann der dritte Sommer-Neuzugang vermeldet, der vom Liga-Konkurrenten FV Illertissen kommen wird. Der 24-jährige ist ein Mann für das zentrale Mittelfeld. Außerdem hat sich der FC Memmingen den Torjäger der württembergischen Verbandsliga-Staffel 4 vom SV Reinstetten geangelt. Dominik Martin erzielte in dieser Runde bereits 23 Treffer, hatte eigentlich schon bei Olympia Laupheim zugesagt, nimmt aber jetzt die Herausforderung auf höherer Ebene an.
Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen:
Tor: Dominik Dewein (Felix Unger) – Abwehr: Rufus Roth, Jakob Gräser, David Bauer, Kim Paschek – Mittelfeld: Constatin Kresin, Lukas Rietzler, Timo Schmidt, Fabian Lutz – Angriff: Philipp Kirsamer, David Günes.
Bank: Noah Hill, Pascal Maier, David Remiger, Michael Bergmann, Luan Fusaro,
Schiedsrichter: Stefan Treiber (FC Zell-Bruck), Assistenten: Paul Birkmeir (SC Rohrenfels), Moritz Hägele (SpVgg Joshofen-Bergheim).
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