Vorgezogenes letztes Spiel: Showdown im Grünwalder Stadion

Im Abstiegs-Quartett der Regionalliga Bayern hat der FC Memmingen augenscheinlich die schlechtesten Karten. Das Schlusslicht muss in seiner vorgezogenen Begegnung des letzten Spieltags am Freitagabend (18.30 Uhr) bei Türkgücü München nicht nur gewinnen, sondern tags darauf auch noch darauf hoffen, dass die Konkurrenz patzt. Weil das Grünwalder Stadion am Samstag durch 1860 München belegt ist, müssen die Memminger dort schon am Freitag ran.

Mit dem Allgäuer Traditionsclub machen drei weitere Teams den Abstieg unter sich aus – je nach Ergebnislage. Alle vier kann es noch mit dem direkten Abstieg, mit der Relegation und im besten Fall sogar noch mit dem Klassenerhalt treffen. Bislang ist nur sicher, dass der Tabellenletzte runter in die Bayernliga muss. Ansonsten ist vieles noch unklar und die Zahl der noch zu vergebenden Regionalliga-Plätze hängt davon ab, ob der TSV Schwaben Augsburg sein Aufstiegsrecht wahrnimmt.

Der TSV Buchbach (17./27 Punkte), der FC Eintracht Bamberg (16./28 Punkte) und der SV Schalding-Heining (15./30 Punkte) können am Freitag erst mal verfolgen, was die Memminger machen und wissen dann, was sie selbst am Samstag punktemäßig tun müssen.

FCM-Trainer Matthias Günes hatte sich nach der 0:3 Niederlage vor einer Woche gegen Wacker Burghausen schon wie ein Absteiger gefühlt, aber durch die Gegebenheiten liegt seine Mannschaft medizinisch betrachtet immer noch auf der Intensivstation. Das sportliche Überleben haben die Memminger aber nicht mehr in der eigenen Hand. Von seiner Mannschaft erwartet Günes ein „grundlegend anderes Auftreten als gegen Burghausen“. Mit einem Sieg wäre der Strohhalm gewahrt und es besteht immer noch die Chance den eigentlich schon nach unten gedrückten Fahrstuhl noch zu stoppen. „Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass in den entscheidenden Spielen in Buchbach und gegen Burghausen enttäuscht haben“, bleibt der Chefanweiser gewohnt selbstkritisch.

Personell sind Torhüter Dominik Dewein und Lukas Rietzler im Mittelfeld wieder dabei. Ob Maximilian Berwein (rechts im Bild) zusammen mit Sascha Hingerl gegen seinen Ex-Klub auflaufen kann, wird sich wegen seiner Rückenprobleme sehr kurzfristig entscheiden. Beide waren im Winter ins Allgäu gewechselt, weil sich Türkgücü wegen erheblicher finanzieller Probleme von etlichen Akteuren trennte.

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Fotos (C) Olaf Schulze, Siegfried Rebhan

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