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Arena - Stadion
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Die Memminger Fußball-Arena |
Das seit 1929 bestehende Memminger Stadion wurde 2006/2007 in eine reine Fußball-Arena umgebaut. Das Spielfeld wurde abgesenkt, der Tribünen- und Sanitärtrakt neu errichtet. Die bisherige 400-Meter-Aschenbahn wurde entfernt - dafür sind aber neue moderne Leichtathletik-Anlagen im Umfeld entstanden.

Die Einweihung erfolgte nach einjähriger Bauzeit am 26. Juli 2007 mit einer städtischen Eröffnungsfeier (1.800 Besucher) und dem Bayernliga-Eröffnungsspiel am 28. Juli 2007 zwischen dem FC Memmingen und dem FC Kempten (0:0) vor 6.650 Zuschauern. Dieses Spiel wurde in der zweiten Halbzeit live im Bayerischen Fernsehen übertragen, was bisher einmalig im bayerischen Amateurfußball geblieben ist.
Die Fakten zur neuen Memminger Fußball-Arena:
Tribüne: 990 rote Tribünen-Sitzplätze, 9 Medienarbeitsplätze (ab der Regionalliga-Saison 2010/11), 5 Plätze in der Sprecherkabine, 8 überdachte Plätze für Rollstuhlfahrer. Außerdem finden noch etwa 200 Stehplatz-Besucher auf der Tribüne hinter den Sitzreihen Platz (in der Regionalliga wegen der DFB-Auflagen aber nicht mehr möglich).
Arena und Stadion: Die betonierten Stehrängen und die Tribüne bieten in der Regionalliga jetzt offiziell 5.100 Zuschauern (Stand August 2010) in der Arena Platz. Unter Auflagen bzw. mit Zusatztribünen ist ein höheres Fassungsvermögen möglich. Die Arena liegt direkt im bisherigen Stadiongelände, das zwei weitere Trainingsplätze, ein Kleinspielfeld und einen Kunstrasenplatz (Sanierung/Neubau 2008) bietet. Zwei Plätze sind mit Flutlicht für den Trainingsbetrieb ausgestattet. In unmittelbarer Nähe liegen mit dem BBZ-Stadion (Hauptspielfeld mit Tribüne, Kleinfeld), dem JBS-Sportplatz und dem Hühnerbergplatz vier weitere Fußballplätze für Trainings- und Spielbetrieb). Vermeintlich großzügige Verhältnisse, doch die beiden Hauptnutzer FC und BSC Memmingen haben insgesamt über 30 Mannschaften im Trainings- und Spielbetrieb und klagen weiterhin über Platznot, vor allem in der dunklen Jahreszeit.
Sicherheitseinrichtungen: Im Zuge des Regionalliga-Aufstiegs wurden im Sommer 2010 in einem weiteren Bauabschnitt die DFB-Auflagen erfüllt. So erfolgte teilweise die neue Umfriedung des Stadions, die Einzäunung des Spielfeldes im Stehplatzbereich, die Schaffung eines Gästeblocks mit eigenem Zugang, Kiosk- und Sanitärbereich sowie Gäste-Buszufahrt.
Sanitär- und Kabinentrakt der Tribüne: 4 Kabinen und Duschräume, 2 Schiedsrichterräume, WC-Anlage einschl. Behinderten-Toilette, Kiosk, VIP-Raum, Sanitäts- und Technikraum.
Spielertunnel: Die Memminger Fußballarena verfügt über einen direkten Spielfeldzugang vom Kabinentrakt auf der rechten Tribünenseite über einen Treppenabgang und Tunnel. Der sichere Zugang auf den Platz für Mannschaften und Schiedsrichtergespann wird in höheren Spielklassen vorgeschrieben.
VIP-Raum: Eine Besonderheit, die eine seperate Bewirtung von Sponsoren und Ehrengästen in einem abgegrenzten Raum im Anschluss an den Kabinentrakt mit anschließendem Außenbereich ermöglicht. Vom VIP-Raum besteht direkte Sicht auf das Spielfeld.
Flutlicht: 4 Flutlichtmasten mit einer Höhe von 26 Metern. Die Anlage hat 400 Lux und ist Regionalliga-tauglich. Fernsehübertragungen sind auch abends möglich. Nur die Bundesliga hat höhere Anforderungen in Sachen Beleuchtung. Bei Bedarf können die Masten nachgerüstet werden.
Sprecherkabine: 2 Sprecher- und 2 Reporterplätze mittig zentral über der Tribüne; ISDN- und Internet-Anschluss (WLAN). Weitere 10 Medienarbeitsplätze ab der Saison 2010/11 mit ISDN-Zugang (WLAN) im Zuschauerbereich.
Anzeigetafel: Analog-Uhr sowie Spielzeit und Spielstandsanzeige (Größe 3 x 1,5 Meter). Sie wird von einem Bedienpult in der Sprecherkabine funkgesteuert.
Spielfeld: Internationales Standardmaß, bodennahes Rasenspielfeld mit Beregnungsanlage, Bewässerung über eigene Zisternen, das Spielfeld ist gegenüber dem übrigen Geländeniveau tiefergelegt und schafft dadurch eine besondere Arena-Atmosphäre.
Sanitäre Anlagen: 4 Mannschaftskabinen (eine davon wird als Dopingraum genutzt), 2 Schiedsrichter-Kabine, 1 Erste-Hilfe-Raum, Toiletten und Behinderten-Toilette in der Tribüne; Toiletten im Gerätehaus im Gästebereich (Nord) sowie vorerst behelfsmäßige Toiletteneinrichtungen für die Stehplatzbesucher im Südbereich.
Kiosk/Bewirtung: In der Tribüne eine Kiosk mit Grillstation, Vereinskiosk im Südbereich mit Grillstation, mobiler Kiosk im Gästebereich. Bei höherem Zuschaueraufkommen zusätzliche Ausschankstationen für Getränke.
Baukosten: 4 Millionen Euro (Nachrüstung der Sicherheitseinrichtungen weitere 160.000 Euro)
Weitere Sportanlagen im Arena-Umfeld: 1 Hoch- und 2 Weitsprunganlage, 1 Kugelstoßanlage, 1 Beach-Volleyballfeld, 6 x 100 Meter Laufbahn, angeordnet rund um die Fußball-Arena; fertig gestellt im Frühjahr 2008.
Architekt: Büro Dr. Schwarz-Grözinger-Wagner, Hopfenstraße 7, 87700 Memmingen
Bauträger: Stadt Memmingen
Nutzer: FC Memmingen, BSC Memmingen
Termine: Frühjahr 2006 - Beschluss des Memminger Stadtrates über den Stadionneubau; 27. März 2006 Abbruch der alten Tribüne; 26. Mai 2006 - Spatenstich für den Stadion-Neubau; Ende Juni 2006 - Absenkung des Spielfeldes; Oktober 2006 - Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt mit Tribünen-Neubau und Sanitäranlagen; Juli 2007 - Fertigstellung und Eröffnung. Mai/Juni 2010 - nächster Bauabschnitt mit Spielfeldumzäunung, Schaffung eines Gästebereichs für die vierte Liga.
Im Stadion an der Bodenseestraße stehen zudem neben der Arena zwei Rasen-Spielfelder (eines mit Flutlicht für den Trainingsbetrieb), ein Kleinfeld sowie ein Kunstrasenplatz mit Flutlicht (saniert 2008) zur Verfügung. Das BBZ-Stadion (mit Sitz- und Stehtribüne) und der JBS-Sportplatz bieten außerdem zwei weitere große Rasenfelder und ein Kleinfeld. Ein weiterer Platz steht in Stadionnähe an der Hühnerbergstraße zur Verfügung.
Historie des Memminger Stadions
1929 Bau des Stadions und der Stadionhalle (Quelle: Stadt Memmingen)
 - Alte Ansichtskarte
Der Stadion blickt an seinem Standort auf eine lange Tradition zurück. Schon 1913 plante der Magistrat, unterhalb des 1904 errichteten, 1908 nach Otto von Bismarck benannten Aussichtsturmes einen "Volkspark" mit einem Fest- und Spielplatz anlegen zu lassen, doch wegen des Ersten Weltkrieges wurden diese Planungen nicht verwirklicht. 1927 reichten schließlich mehrere Architekten Entwürfe für einen "Volkspark" und eine "Festhalle" an der Bodenseestraße ein.
 - Das Stadiongelände mit Blick auf die Stadt und die Josefskirche
Am 30. Juni 1929 wurde das Stadion samt Festhalle eröffnet (die Stadionhalle steht mittlerweile unter Denkmalschutz) In einer weitsichtigen Entscheidung hatte die Stadt beschlossen, das neue Stadion weit vor den Toren der Stadt zu errichten (mittlerweile ist es vollständig umbaut). Das erste Fußballspiel auf dem neuen Hauptplatz des Stadions endete mit einem mit einem 3:1 Sieg des FC Memmingen gegen den FC Kempten. Es folgte am 4. August 1929 ein Fußball-Werbespiel gegen die Oberliga-Mannschaft des FC Bayern München, das die Gäste mit 11:1 gewannen.
 - Frauen-Turnfest 1931. Im Hintergrund die damalige Tribüne.
Am 18. und 19. Juli 1931 fand im Memminger Stadion das 2. Bayerische Frauen-Turnfest statt. Der damalige Oberbürgermeister Fritz Braun rief Bayerns Sportlerinnen mit folgenden Worten zur Teilnahme auf: "Kommt zum 2. Bayerischen Frauenturnfest nach Memmingen und ihr werdet eine durch reiche Geschichte ehrwürdige und schöne Stadt finden, die aber nicht in verträumter Romantik schläft, sondern in ihren Mauern ein reges und tätiges Leben zeigt; ihr werdet aber auch ein Fest erleben, an dem die ganze Stadt mit Freuden sich beteiligt, das auch eine Erinnerung fürs ganze Leben gibt, an der ihr euch immer freuen könnt!"
1955 Errichtung der Stadion-Tribüne
 - Tribüneneröffnung am 04.12.1955.
Am 4. Dezember 1955 eröffnete der damalige Oberbürgermeister Dr. Heinrich Berndl die neue 1000 Besucher fassende Tribüne. 1963 wurde die Stadionhalle um Wasch- und Umkleideräume, Versammlungsräume, eine Platzwartwohnung und eine Bühne erweitert. 1971 errichtete die Stadt neben der Haupttribüne auf beiden Seiten jeweils eine kleine Stehttribüne. 1972 werden neue Kassenhäuschen zum Eingang Bodenseestraße hin errichtet. 1973 folgt das "weiße Haus", eine so genanntes Gerätehaus mit Umkleidekabinen am Hauptplatz. Hier befindet sich auch ein Verkaufsstand für Essen und Getränke.
Am 30. Juni 1979 konnte der damalige Oberbürgermeister Dr. Bauer dann die vereinseigene Stadiongaststätte des FC Memmingen einweihen. Im Untergeschoß hat die Stadt Toiletten, Umkleidekabinen und Duschen errichtet. 1985 wird das Dach der Stadionhalle erneuert. 1989 wird der erste Kunstsandrasenplatz auf dem Stadiongelände errichtet und 1991 werden schließlich die grünen Kassenhäuschen angeschafft. 1989 bis 2004 finden kleinere Sanierungen im Stadion statt, die in erster Linie die Rasenplätze betreffen. Daneben wird eine neue Lautsprecheranlage angeschafft. Am 30. Juni 2004 wird das Doppeljubiläum "75 Jahre Stadion Memmingen - 25 Jahre FCM-Stadion-Gaststätte" gefeiert.
 - Abbruch der Tribüne.
Am 27.3.2006 wird schließlich mit dem Abbruch der Tribüne begonnen. Die neue Fußballarena kann kommen. Die Leichtathletikanlagen im BBZ Stadion war im Jahr 2000 aufwendig saniert worden. Damit ist die alte Aschen-Laufbahn im Stadion ist überflüssig geworden. Es kann nun eine reine Fuballarena mit Tribünen direkt am Spielfeld entstehen.
2006 Neubau als Arena
 - Erster Spatenstich für den 1. Bauabschnitt
Um modernen Standards zu entsprechen, beschloss der Stadtrat im Frühjahr 2006, ein neues Fußballstadions zu errichten. Am 26. Mai 2006 war dann der offizielle Spatenstich für den ersten Bauabschnitt des Neubaus der Fußballarena. Dabei wurde bis Ende Juni 2006 das Rasenspielfeld abgesenkt. Im Oktober 2006 war der Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt. Der Neubau der Tribüne, der Umkleiden und Sanitäranlagen sowie der Nebenräume begann.
 - Die Tribüne mit einem der Flutlichtmasten im Juni 2007
Es geht stetig voran. Im Juni 2007 wird das Tribünendach fertig und die Flutlichtmasten mit Lichtanlage werden aufgestellt.
Im Juli folgen die roten Schalensitze und die neue Anzeigetafel. Wieder eine Premiere im Stadion.
2007 Einweihung der Arena
 - Schlüsselübergabe am 26. Juli 2007: v.l.n.r. FCM-Vorsitzender Dieter Degenhart, BSC-Vorsitzender Martin Gebhart, Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und Architekt Alfred Grözinger.
Am 26. Juli 2007 ist es dann endlich soweit: die neue Fußballarena kann feierlich eingeweiht werden. Architekt Alfred Grözinger übergibt den symbolischen Schüssel Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und die Vereinsvorsitzenden Dieter Degenhart (FC Memmingen) und Martin Gebhart (BSC Memmingen). Fast 2 000 Besucherinnen und Besucher sind bei der Einweihung dabei und nutzen die anschließende Besichtigungsmöglichkeit der neuen Tribüne.
Am 28. Juli 2007 findet das erste Fußballspiel in der neuen Arena statt. Zum Bayernliga-Eröffungsspiel empfängt der FC Memmingen den FC Kempten. Das Spiel vor 6 650 Zuschauern endet mit einem 0:0 und wird in der zweiten Halbzeit live im Fernsehen übertragen. Mit dem Umfeld der neuen Arena erringt der FCM in der Saison 2009/10 erstmals in der Vereinsgeschichte nach 38 Jahren Zugehörigkeit die Bayernliga-Meisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga Süd.
Zur Erinnerung - so sah das altehrwürdige städtische Stadion an der Bodenseestraße in Memmingen bis zum Umbau 2006 aus:


Noch mehr Informationen und Bilder zur neuen Memminger Arena finden Sie auf unserer Seite unter der Rubrik "Bilder" und auf der Homepage der Stadt Memmingen unter www.memmingen.de
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